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Fluor
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top
Fluor [] (von lateinisch fluor âFlussâ bzw. fluere âflieĂenâ) ist ein chemisches Element mit dem Elementsymbol F und der Ordnungszahl 9. Im Periodensystem steht es in der 7. Hauptgruppe und gehört damit zur 17. IUPAC-Gruppe, den Halogenen, von denen es das leichteste ist. Es liegt unter Normalbedingungen in Form des zweiatomigen MolekĂŒls F2 gasförmig vor und ist das reaktivste aller Elemente.cite-ref-13[13] Es reagiert mit allen Elementen mit Ausnahme der Edelgase Helium und Neon. Fluor ist farblos und erscheint stark verdichtet blassgelb. Es ist das elektronegativste aller Elemente und hat in Verbindungen mit anderen Elementen stets die Oxidationsstufe â1.
Der Name des Elementes ist von lateinisch fluores fĂŒr Flussspat abgeleitet, dem natĂŒrlich vorkommenden Mineral Fluorit, das in der Metallurgie als Flussmittel zur Herabsetzung des Schmelzpunktes von Erzen verwendet wird.
Elementares Fluor ist stark Ă€tzend und sehr giftig; sein durchdringender Geruch kann schon in geringeren Konzentrationen bemerkt werden. Dessen Salze â Fluoride und diverse Fluorokomplexsalze wie Natriummonofluorophosphat â sind in höherer Konzentration ebenfalls giftig. Schon in Spuren beeinflussen Fluor und Fluoride die Bildung von Knochen und ZĂ€hnen, insbesondere des Zahnschmelzes. Sie werden daher zur Prophylaxe von Zahnkaries in Zahnpasten eingesetzt sowie als Fluoridierung dem Trinkwasser oder dem Speisesalz zugesetzt.
Contents
âą Geschichte
âą Vorkommen
âą Eigenschaften
âą Isotope
âą Verwendung
âą Nachweis
âą Toxikologie
âą Verbindungen
âą Fluorwasserstoff
âą Fluoride
âą Literatur
âą Weblinks
âą Einzelnachweise
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Geschichte
Das erste beschriebene Fluorsalz war das natĂŒrlich vorkommende Calciumfluorid (Flussspat). 1530 beschreibt Georgius Agricola in Bermannus sive de re metallica Steine, die in Feuer flĂŒssig werden und das Schmelzen von Metallen durch einen niedrigeren Schmelzpunkt erleichtern. Er nannte sie lateinisch fluores, FlĂŒsse. 1770 beschreibt Andreas Marggraf den Flussspat wissenschaftlich.cite-ref-mi-kowiec-14-0[14]
Carl Wilhelm Scheele beschÀftigte sich ab 1771 erstmals eingehender mit Flussspat und seinen Eigenschaften sowie der daraus bei SÀurebehandlung gebildeten FlusssÀure. Er erforschte die Reaktionen bei Einwirkung von FlusssÀure auf Glas unter Bildung von Siliciumtetrafluorid und FluorkieselsÀure.cite-ref-15[15]
In einem Leserbrief an das Philosophical Magazine, der lediglich mit dem KĂŒrzel âE.B.â signiert ist, beklagte 1808 der Schreiber das seiner Meinung nach inkonsequente Vorgehen bei der Namensgebung fĂŒr neue Elemente. In einem Nachtrag schlug er fĂŒr den in der FlusssĂ€ure (engl.: fluoric acid) gebundenen Grundstoff den Namen Fluor vor.cite-ref-16[16] AndrĂ©-Marie AmpĂšre Ă€uĂerte in einem Brief vom 25. August 1812 an Humphry Davy den Gedanken, dass wie in der SalzsĂ€ure auch in der FlusssĂ€ure das Radikal (engl. fluorine, gelegentlich auch fluorin, in Analogie zu chlorine fĂŒr Chlor) an Wasserstoff gebunden sei.cite-ref-17[17] ZunĂ€chst nutzten Davy und AmpĂšre den Namen Fluor, 1816 Ă€nderte AmpĂšre seine Meinung und schlug Phtore (französisch fĂŒr Phtor, nach dem griechischen phthoros, zerstörendcite-ref-18[18]) als Namen vor. In den meisten Sprachen blieb es bei Fluor, einige Sprachen wie das Griechische verwenden Phtor.cite-ref-mi-kowiec-14-1[14]
Danach versuchten viele Chemiker, das Element zu isolieren, was wegen seiner ReaktivitĂ€t und Giftigkeit aber schwierig war. Am 26. Juni 1886 gelang es Henri Moissan erstmals, elementares Fluor herzustellen und zu charakterisieren. Er erhielt es durch Elektrolyse einer Lösung von Kaliumhydrogendifluorid in flĂŒssigem Fluorwasserstoff bei tiefen Temperaturen in einer speziell entwickelten Apparatur (teilweise aus Flussspat). FĂŒr diese Leistung erhielt Moissan 1906 den Nobelpreis fĂŒr Chemie.cite-ref-19[19]
Die erste organische Fluorverbindung stellten 1835 Jean-Baptiste Dumas und EugĂšne-Melchior PĂ©ligot her, als sie bei der Reaktion von Dimethylsulfat und Kaliumfluorid Fluormethan erhielten. 1862 stellte Alexander Borodin durch Halogenaustausch aus Benzoylchlorid Benzoylfluorid her. Kommerziell wurden ab 1930 als erste organische Fluorverbindungen Fluorchlorkohlenwasserstoffe wie Dichlordifluormethan vor allem als KĂ€ltemittel in KĂŒhlschrĂ€nken eingesetzt.cite-ref-okazoe-20-0[20]
Bis zum 2. Weltkrieg wurde elementares Fluor auf Grund der schwierigen Handhabung kaum hergestellt. Dies Ă€nderte sich mit dem Manhattan-Projekt zur Entwicklung der Atombombe. Es wurde festgestellt, dass hierfĂŒr eine Isotopenanreicherung des Uranisotops 235U notwendig ist und dass dies mit Hilfe des gasförmigen Uranhexafluorides möglich ist. Uranhexafluorid kann durch Reaktion von Uran(IV)-fluorid mit elementarem Fluor hergestellt werden. Gleichzeitig wurde wegen des stark korrosiven Uranhexafluorid erstmals das inerte Fluorpolymer Polytetrafluorethylen eingesetzt.cite-ref-okazoe-20-1[20]
1929 von Otto Ruff durch Reaktion von Fluor und Chlor das Chlortrifluorid entdeckt. Im nationalsozialistischen Deutschland untersuchten Heereswaffenamt und I.G. Farben intensiv, ob sich das reaktionsfreudige Gas, das mit dem Tarnnamen N-Stoff bezeichnet wurde, als Brandbombe oder in Flammenwerfern eigenen wĂŒrde. In Falkenhagen wurde eine Fabrik zur Produktion von N-Stoff errichtet.cite-ref-21[21]
WĂ€hrend der Fossilisation wird Fluor aus dem umgebenden Erdreich in Hartgewebe (Knochen, ZĂ€hne), aber auch Pflanzen, ĂŒber tausende Jahre angereichert. Dies kann zur Fluor-Datierung genutzt werden, die jedoch nur eine relative Altersbestimmung und keine absolute Datierung ermöglicht.cite-ref-22[22]
Vorkommen
In der Erdkruste ist Fluor mit 525 ppm ein relativ hĂ€ufiges Element.cite-ref-23[23] Es kommt aufgrund seiner ReaktivitĂ€t in der Natur nur Ă€uĂerst selten elementar, sondern fast ausschlieĂlich gebunden als Fluorid in Form einiger Minerale vor. Eine Ausnahme bildet Stinkspat (eine uranhaltige Fluorit-VarietĂ€t) u. a. aus Wölsendorf, sowie Villiaumit, in denen geringe Mengen elementares Fluor durch Radiolyse entstanden sind, was bei mechanischen Bearbeitungen einen starken Geruch durch freigesetztes Fluor verursacht.cite-ref-24[24]cite-ref-25[25] Meerwasser enthĂ€lt wenig gelöste Fluoride, da bei Anwesenheit von Calcium die Löslichkeit durch Bildung von schwerlöslichem Calciumfluorid eingeschrĂ€nkt wird. Die hĂ€ufigsten Fluorminerale sind der Fluorit CaF2 und der Fluorapatit Ca5(PO4)3F. Der gröĂte Teil des Fluors ist in Fluorapatit gebunden, jedoch enthĂ€lt dieser nur einen geringen Massenanteil Fluor von ca. 3,8 %. Daher wird Fluorapatit nicht wegen seines Fluorgehaltes, sondern vor allem als Phosphatquelle abgebaut. Die Hauptquelle fĂŒr die Gewinnung von Fluor und Fluorverbindungen ist der Fluorit. GröĂere Fluoritvorkommen existieren in Mexiko, China, SĂŒdafrika, Spanien und Russland. Auch in Deutschland findet sich Fluorit, beispielsweise im eingangs erwĂ€hnten Wölsendorf.
Ein weiteres natĂŒrlich vorkommendes Fluormineral ist Kryolith Na3AlF6. Die ursprĂŒnglich bedeutenden Kryolithvorkommen bei Ivigtut auf Grönland sind ausgebeutet. Das in der Aluminiumproduktion benötigte Kryolith wird heute chemisch hergestellt.
Fluorid-Ionen kommen daneben auch in einigen seltenen Mineralen vor, in denen sie die Hydroxidgruppen ersetzen. Beispiele sind Asbest sowie der Schmuckstein Topas Al2SiO4(OH, F)2, Sellait MgF2 und BastnĂ€sit (La,Ce)(CO3)F. Eine Ăbersicht gibt die Kategorie:Fluormineral.
Einige wenige Organismen können Fluoride in fluororganische Verbindungen einbauen. Der sĂŒdafrikanische Busch Gifblaar und weitere Pflanzenarten der Gattung Dichapetalum können FluoressigsĂ€ure synthetisieren und in ihren BlĂ€ttern speichern. Dies dient zur Abwehr von Fressfeinden, fĂŒr die FluoressigsĂ€ure tödlich wirkt. Die Giftwirkung wird durch Unterbrechung des Citratzyklus ausgelöst.cite-ref-26[26]
Gewinnung und Darstellung
Das Ausgangsmaterial fĂŒr die Gewinnung elementaren Fluors und anderer Fluorverbindungen ist ĂŒberwiegend Fluorit (CaF2). Aus diesem wird durch Reaktion mit konzentrierter SchwefelsĂ€ure Fluorwasserstoff gewonnen.
C a F 2 + H 2 S O 4 â¶ â¶ C a S O 4 + 2 H F {\displaystyle \mathrm {CaF_{2}+H_{2}SO_{4}\longrightarrow CaSO_{4}+2\ HF} }
Reaktion von Calciumfluorid mit SchwefelsÀure.
Eine weitere Quelle fĂŒr FlusssĂ€ure ist die Phosphatgewinnung, bei der FlusssĂ€ure als Abfallprodukt bei der Verarbeitung von Fluorapatit entsteht.
Der gröĂte Teil der produzierten FlusssĂ€ure wird zur Herstellung fluorierter Verbindungen eingesetzt. Wo dazu die ReaktivitĂ€t der FlusssĂ€ure nicht ausreicht, gelangt elementares Fluor zum Einsatz, das aus einem kleineren Teil der HF-Produktion gewonnen wird.
Da Fluor eines der stĂ€rksten Oxidationsmittel ist, kann es auf chemischem Weg nur sehr umstĂ€ndlich und nicht wirtschaftlich gewonnen werden. Stattdessen wird ein elektrochemisches Verfahren eingesetzt. Die Bruttoreaktion verlĂ€uft gemĂ€Ă:
2 H F â¶ â¶ H 2 + F 2 {\displaystyle \mathrm {2\ HF\longrightarrow H_{2}+F_{2}} }
Das Verfahren wird nach Henri Moissan benannt. Dabei wird kein reiner Fluorwasserstoff zur Elektrolyse verwendet, sondern eine Mischung von Kaliumfluorid und Fluorwasserstoff im VerhĂ€ltnis von 1:2 bis 1:2,2.cite-ref-27[27] Der Hauptgrund fĂŒr die Verwendung dieser Mischung liegt darin, dass die LeitfĂ€higkeit der Schmelze im Vergleich zu reinem Fluorwasserstoff, der wie reines Wasser Strom nur sehr wenig leitet, stark erhöht ist. FĂŒr die Elektrolyse ist es wichtig, dass die Schmelze komplett wasserfrei ist, da sonst wĂ€hrend der Elektrolyse Sauerstoff anstatt Fluor entstehen wĂŒrde.
Technisch wird das sogenannte Mitteltemperatur-Verfahren mit Temperaturen von 70 bis 130 °C und einer Kaliumfluorid-Fluorwasserstoff-Mischung von 1:2 angewendet. Bei höheren Fluorwasserstoffgehalten wĂŒrde ein gröĂerer Dampfdruck entstehen, so dass bei tiefen Temperaturen und aufwĂ€ndiger KĂŒhlung gearbeitet werden mĂŒsste. Bei niedrigeren Gehalten (etwa 1:1) sind die Schmelztemperaturen höher (1:1-VerhĂ€ltnis: 225 °C), was den Umgang erheblich erschwert und die Korrosion fördert. Die Elektrolyse findet mit Graphit-Elektroden in Zellen aus Stahl oder Monel statt, die zusĂ€tzliche Eisenbleche zur Trennung von Anoden- und Kathodenraum enthalten, um eine Durchmischung der entstehenden Gase zu verhindern. An die Elektroden wird eine Spannung von etwa 8â12 Volt angelegt. Der bei der Elektrolyse verbrauchte Fluorwasserstoff wird kontinuierlich ersetzt.
Das Rohfluor, das die Elektrolysezelle verlÀsst, ist mit Fluorwasserstoff verunreinigt, enthÀlt aber auch Sauerstoff, Tetrafluormethan (CF4) und andere Perfluorcarbone, die durch Reaktion von Fluor und dem Elektrodenmaterial entstehen. Diese Verunreinigungen können durch Ausfrieren und Adsorption von Fluorwasserstoff an Natriumfluorid entfernt werden.
Eine Aufsehen erregende Reaktion zur Synthese von Fluor im LabormaĂstab, die ohne Elektrochemie auskommt, wurde im Jahr 1986 von Karl O. Christe mitgeteilt.cite-ref-28[28] Die experimentellen Details wurden in der Zeitschrift Inorganic Chemistry beschrieben.cite-ref-29[29] Hierzu wird das Dikaliumsalz der Hexafluoromangan(IV)sĂ€ure â Dikaliumhexafluoromanganat(IV), K2MnF6 â mit Antimon(V)-fluorid SbF5 versetzt, wobei molekulares Fluor und Mangan(III)-fluorid gebildet wird. ZunĂ€chst entsteht das instabile blaue Mangan(IV)-fluorid MnF4. Dieses zerfĂ€llt bei Temperaturen ĂŒber 150 °C in F2 und MnF3.cite-ref-30[30]
Eigenschaften
Physikalische Eigenschaften
Fluor ist bei Raumtemperatur ein blassgelbes, stechend riechendes Gas. Die Farbe ist von der Schichtdicke abhĂ€ngig, unterhalb von einem Meter Dicke erscheint das Gas farblos, erst darĂŒber ist es gelb. Unterhalb von â188 °C ist Fluor flĂŒssig und von âkanariengelberâ Farbe.cite-ref-31[31] Der Schmelzpunkt des Fluor liegt bei â219,52 °C.cite-ref-howi2146-32-0[32] Von festem Fluor sind zwei Modifikationen bekannt. Zwischen â227,6 °C und dem Schmelzpunkt liegt Fluor in einer kubischen Kristallstruktur mit Gitterparameter a = 667 pm vor (ÎČ-Fluor).cite-ref-33[33] Unterhalb von â227,6 °C ist die monokline α-Modifikation mit den Gitterparametern a = 550 pm, b = 328 pm, c = 728 pm und ÎČ = 102,17° stabil.cite-ref-34[34] Fluor ist mit einer Dichte von 1,6959 kg/mÂł bei 0 °C und 1013 hPacite-ref-gestis-6-3[6] schwerer als Luft. Der kritische Punkt liegt bei einem Druck von 52,2 bar und einer Temperatur von 144,2 K (â129 °C).cite-ref-35[35]
MolekĂŒleigenschaften
Fluor liegt im elementaren Zustand wie die anderen Halogene in Form zweiatomiger MolekĂŒle vor. Die BindungslĂ€nge im FluormolekĂŒl ist mit 144 pm kĂŒrzer als die Einfachbindungen in anderen Elementen (beispielsweise Kohlenstoff-Kohlenstoff-Bindung: 154 pm). Trotz dieser kurzen Bindung ist die Dissoziationsenergie der Fluor-Fluor-Bindung im Vergleich zu anderen Bindungen mit 158 kJ/mol gering und entspricht etwa der des IodmolekĂŒls mit einer BindungslĂ€nge von 266 pm. Die GrĂŒnde fĂŒr die geringe Dissoziationsenergie liegen vor allem darin, dass sich die freien Elektronenpaare der Fluoratome stark nĂ€hern und es zu AbstoĂungen kommt. Diese schwache Bindung bewirkt die hohe ReaktivitĂ€t des Fluors.
Durch die MolekĂŒlorbitaltheorie lĂ€sst sich die Bindung im FluormolekĂŒl ebenfalls erklĂ€ren. Dabei werden die s- und p-Atomorbitale der einzelnen Atome zu bindenden und antibindenden MolekĂŒlorbitalen zusammengesetzt. Die 1s- und 2s-Orbitale der Fluoratome werden jeweils zu Ïs und Ïs*- bindenden und antibindenden MolekĂŒlorbitalen. Da diese Orbitale vollstĂ€ndig mit Elektronen gefĂŒllt sind, tragen sie nichts zur Bindung bei. Aus den 2p-Orbitalen werden insgesamt sechs MolekĂŒlorbitale mit unterschiedlicher Energie. Dies sind die bindenden Ïp-, Ïy- und Ïz- sowie die entsprechenden antibindenden Ïp*-, Ïy*- und Ïz*-MolekĂŒlorbitale. Die Ï-Orbitale besitzen dabei gleiche Energie. Werden Elektronen in die MolekĂŒlorbitale verteilt, kommt es dazu, dass sowohl sĂ€mtliche bindenden als auch die antibindenden Ï*-Orbitale vollstĂ€ndig besetzt sind. Dadurch ergibt sich eine Bindungsordnung von (6â4)/2 = 1 und ein diamagnetisches Verhalten, das auch beobachtet wird.
Chemische Eigenschaften
Fluor gehört zu den stĂ€rksten bei Raumtemperatur bestĂ€ndigen Oxidationsmitteln. Es ist das elektronegativste Element und reagiert mit allen Elementen auĂer Helium und Neon. Die Reaktionen verlaufen meist heftig. So reagiert Fluor im Gegensatz zu allen anderen Halogenen ohne Lichtaktivierung selbst als Feststoff bei â200 °C explosiv mit Wasserstoff unter Bildung von Fluorwasserstoff. Fluor ist das einzige Element, das mit den Edelgasen Krypton, Xenon und Radon direkt reagiert; so bildet sich bei 400 °C aus Xenon und Fluor Xenon(II)-fluorid.
Auch viele andere Stoffe reagieren lebhaft mit Fluor, darunter viele Wasserstoffverbindungen wie beispielsweise Wasser, Ammoniak, Monosilan, Propan oder organische Lösungsmittel. Mit Wasser reagiert Fluor bei verschiedenen Bedingungen unterschiedlich: Werden geringe Mengen Fluor in kaltes Wasser geleitet, bilden sich Wasserstoffperoxid und FlusssÀure.cite-ref-cady-36-0[36]
F 2 + 2 H 2 O â¶ â¶ H 2 O 2 + 2 H F {\displaystyle \mathrm {F_{2}+2\ H_{2}O\longrightarrow H_{2}O_{2}+2\ HF} }
Bei der Reaktion eines Fluor-Ăberschusses mit geringen Wassermengen, Eis oder Hydroxiden entstehen dagegen als Hauptprodukte Sauerstoff und Sauerstoffdifluorid.cite-ref-cady-36-1[36]
Mit festen Materialien reagiert Fluor dagegen wegen der kleineren AngriffsflĂ€che langsamer und kontrollierter. Bei vielen Metallen fĂŒhrt die Reaktion mit elementarem Fluor zur Bildung einer Passivierungsschicht auf der MetalloberflĂ€che, die das Metall vor dem weiteren Angriff des Gases schĂŒtzt. Da die Schicht bei hohen Temperaturen oder FluordrĂŒcken nicht dicht ist, kann es dabei zu einer Weiterreaktion von Fluor und Metall kommen, die zur Aufschmelzung des Materials fĂŒhrt. Da beim Aufschmelzen stĂ€ndig frisches Metall freigelegt wird, das dann wieder zur Reaktion mit Fluor bereitsteht, kann es letztlich sogar zu einem unkontrollierten Reaktionsverlauf kommen (so genanntes Fluorfeuer).
Auch Kunststoffe reagieren bei Raumtemperatur zumeist sehr kontrolliert mit elementarem Fluor. Wie bei den Metallen fĂŒhrt auch beim Kunststoff die Reaktion mit Fluor zur Bildung einer fluorierten OberflĂ€chenschicht.
Glas ist bei Raumtemperatur gegen Fluorwasserstoff-freies Fluor inert. Bei höherer Temperatur wird jedoch eine mehr oder weniger schnelle Reaktion beobachtet. Verantwortlich hierfĂŒr sind Fluoratome, die durch die thermische Dissoziation des molekularen Fluors gebildet werden und dadurch besonders reaktionsfreudig sind. Produkt der Reaktion ist gasförmiges Siliciumtetrafluorid. Spuren von Fluorwasserstoff fĂŒhren dagegen auch ohne Erhitzen zu einer schnellen Reaktion.
Isotope
Fluor ist eines von 22 Reinelementen. NatĂŒrlich vorkommendes Fluor besteht zu 100 % aus dem Isotop 19F. Daneben sind weitere 16 kĂŒnstliche Isotope von 14F bis 31F sowie das Isomer 18mF bekannt.cite-ref-nubase-37-0[37] AuĂer dem Isotop 18F, das eine Halbwertszeit von 109,77 Minuten besitzt, zerfallen alle anderen kĂŒnstlichen Isotope innerhalb von Zeptosekunden (10â21s) bis etwas ĂŒber einer Minute.
18F wird in der Krebsdiagnostik in Form von Fluordesoxyglucose, Fluorethylcholin, Fluorethyltyrosin bzw. 18F-Fluorid als Radionuklid in der Positronen-Emissions-Tomographie (PET) eingesetzt.
Siehe auch: Liste der Fluor-Isotope
Verwendung
Aufgrund der hohen ReaktivitĂ€t und des schwierigen Umgangs mit Fluor kann elementares Fluor nur eingeschrĂ€nkt verwendet werden. Es wird ĂŒberwiegend zu fluorierten Verbindungen weiterverarbeitet, die auf andere Weise nicht hergestellt werden können. Der gröĂte Teil des produzierten Fluors wird fĂŒr die Herstellung von Uranhexafluorid benötigt, was infolge seiner LeichtflĂŒchtigkeit die Anreicherung von 235U mit Gaszentrifugen oder durch das Gasdiffusionsverfahren ermöglicht. Dieses Isotop ist fĂŒr die Kernspaltung wichtig. Ein zweites wichtiges Produkt, das nur mit Hilfe von elementarem Fluor hergestellt werden kann, ist Schwefelhexafluorid. Dieses dient als gasförmiger Isolator beispielsweise in Hochspannungsschaltern und gasisolierten Rohrleitern.
Fluor dient zudem zur OberflĂ€chenfluorierung von Kunststoffen. Dies wird unter anderem bei Kraftstofftanks in Automobilen eingesetzt, wobei sich eine fluorierte Barriereschicht ausbildet, die unter anderem eine niedrigere BenzindurchlĂ€ssigkeit bewirkt. Diese Anwendung der Fluorierung steht in Konkurrenz zur Koextrusionstechnologie und dem Metalltank. Eine zweite Wirkung der Fluorierung ist, dass die OberflĂ€chenenergie vieler Kunststoffe erhöht werden kann. Dies findet vor allem Anwendungen, wo Farben, Lacke oder Klebstoffe auf ansonsten hydrophobe KunststoffoberflĂ€chen (Polyolefine) aufgebracht werden sollen. Die Vorteile der Fluorierung von KunststoffoberflĂ€chen liegen in der Behandelbarkeit von Körpern mit ausgeprĂ€gten 3D-Strukturen und HohlrĂ€umen. Zudem lassen sich Kleinteile als SchĂŒttgut behandeln und der Effekt bleibt ĂŒber eine lange Zeit erhalten. Die Fluorierung wird eingesetzt, wenn weiter verbreitete und kostengĂŒnstigere Methoden, wie z. B. die Beflammung, nicht einsetzbar sind. Weiter mögliche Effekte, die durch Fluorierung von KunststoffoberflĂ€chen erreicht werden können, sind: verbesserte Faser-Matrix-Haftung, verringerte Reibung und verbesserte SelektivitĂ€ten in der Membrantechnik.cite-ref-tressaud-38-0[38]
Werden Fluor und Graphit zusammen erhitzt, entsteht Graphitfluorid, das als Trockenschmiermittel und Elektrodenmaterial eingesetzt werden kann.
Nachweis
FĂŒr Fluoridionen existieren mehrere Nachweise. Bei der sogenannten Kriechprobe wird in einem Reagenzglas aus Glas eine fluoridhaltige Substanz mit konzentrierter SchwefelsĂ€ure versetzt.
2 F â â + H 2 S O 4 â¶ â¶ S O 4 2 â â + 2 H F {\displaystyle \mathrm {2\ F^{-}+H_{2}SO_{4}\longrightarrow SO_{4}^{2-}+2\ HF} }
Fluorid-Ionen reagieren mit SchwefelsÀure zu Sulfat-Ionen und Fluorwasserstoff.
Eine zweite Nachweismöglichkeit ist die sogenannte Wassertropfenprobe. Dabei wird die fluoridhaltige Substanz mit KieselsĂ€ure und SchwefelsĂ€ure zusammengebracht. Es entsteht gasförmiges Siliciumtetrafluorid. Ăber das GefÀà mit der Probe wird ein Wassertropfen gehalten. Durch Reaktion von Siliciumtetrafluorid mit dem Wasser bildet sich Siliciumdioxid, das als charakteristischer weiĂer Rand um den Tropfen kristallisiert.cite-ref-jander-39-1[39]
4 F â â + 2 H 2 S O 4 + S i O 2 â¶ â¶ S i F 4 â â + 2 S O 4 2 â â + 2 H 2 O {\displaystyle \mathrm {4\ F^{-}+2\ H_{2}SO_{4}+SiO_{2}\longrightarrow SiF_{4}\uparrow +2\ SO_{4}^{2-}+2\ H_{2}O} }
Bildung des Siliciumtetrafluorids.
S i F 4 + 2 H 2 O â¶ â¶ S i O 2 â â + 4 H F {\displaystyle \mathrm {SiF_{4}+2\ H_{2}O\longrightarrow SiO_{2}\downarrow +4\ HF} }
Reaktion im Wassertropfen
Siehe auch: Nachweise fĂŒr Fluorid
In der modernen Analytik, insbesondere fĂŒr organische Fluorverbindungen spielt die NMR-Spektroskopie eine groĂe Rolle. Fluor besitzt den Vorteil, zu 100 % aus einem Isotop (Reinelement) zu bestehen, das durch NMR-Spektroskopie nachweisbar ist.
Biologische Bedeutung
â
Hauptartikel
:
Fluoride
und
Fluoridierung
Fluor selbst kommt wegen seiner starken ReaktivitĂ€t nicht elementar vor und hat daher keine biologische Bedeutung. Dagegen spielen die Salze des Fluors, Fluoride, eine Rolle, da sie natĂŒrlicherseits und durch technische Zugabe (âFluoridierungâ) in Nahrungsmitteln und Trinkwasser enthalten sind.
Toxikologie
â
Hauptartikel
:
Fluoride
und
Fluoridierung
Fluor und viele Fluorverbindungen sind fĂŒr den Menschen und andere Lebewesen sehr giftig, die letale Dosis (LD50, eine Stunde) liegt bei elementarem Fluor bei 150â185 ppm.cite-ref-gestis-6-4[6] Elementares Fluor wirkt auf Lunge, Haut und besonders auf die Augen stark verbrennend und verĂ€tzend. Schon bei einem fĂŒnfminĂŒtigen Kontakt mit 25 ppm Fluor kommt es zu einer erheblichen Reizung der Augen. Gleichzeitig entsteht durch Reaktion mit Wasser (Luftfeuchtigkeit, HautoberflĂ€che) der ebenfalls giftige Fluorwasserstoff.cite-ref-gestis-6-5[6] Eine akute Fluorvergiftung Ă€uĂert sich je nachdem, ĂŒber welchen Weg, in welcher Verbindung und Dosis das Fluor in den Körper gelangt ist, mit unterschiedlichen Beschwerden. Eine gastrointestinal entstandene akute Vergiftung mit Fluoriden fĂŒhrt zu SchleimhautverĂ€tzungen, Ăbelkeit, anfĂ€nglich schleimigem, spĂ€ter blutigem Erbrechen, unstillbarem Durst, heftigen Leibschmerzen und blutigem Durchfall. Teilweise versterben Betroffene. Bei Aufnahme von Fluorwasserstoff und staubförmigen Fluoriden mit der Atemluft folgen TrĂ€nenfluss, Niesen, Husten, Atemnot, Lungenödem bis hin zum Tod unter KrĂ€mpfen. Eine ĂŒber die Haut entstandene Vergiftung mit Fluorwasserstoff (auch in sauren Lösungen von Fluoriden) hat tiefgreifende Nekrosen und schlecht heilende Ulzera zur Folge.
Sicherheitshinweise
Auf Grund seiner hohen ReaktivitĂ€t muss Fluor in speziellen BehĂ€ltnissen aufbewahrt werden. Die Werkstoffe mĂŒssen dabei so beschaffen sein, dass sie durch den Kontakt mit Fluor eine Passivierungsschicht ausbilden und so eine Weiterreaktion verhindern. Beispiele fĂŒr geeignete Werkstoffe sind Stahl oder die Nickel-Kupfer-Legierung Monel. Nicht geeignet sind beispielsweise Glas, das durch entstandenen Fluorwasserstoff angegriffen wird, oder Aluminium. Brennbare Stoffe wie Fett dĂŒrfen ebenfalls nicht in Kontakt mit Fluor kommen, da sie unter heftiger Reaktion verbrennen.cite-ref-gestis-6-6[6]
Fluor brennt zwar selbst nicht, wirkt aber brandfördernd. BrÀnde bei Anwesenheit von Fluor können nicht mit Löschmitteln gelöscht werden, es muss zunÀchst der weitere Zutritt von Fluor verhindert werden.cite-ref-gestis-6-7[6]
Verbindungen
Als elektronegativstes aller Elemente kommt Fluor in Verbindungen fast ausschlieĂlich in der Oxidationsstufe âI vor. Es sind von allen Elementen auĂer Helium und Neon Fluorverbindungen bekannt.
Fluorwasserstoff
Fluorwasserstoff ist ein stark Ă€tzendes, giftiges Gas. Die wĂ€ssrige Lösung des Fluorwasserstoffs wird FlusssĂ€ure genannt. WĂ€hrend wasserfreier, flĂŒssiger Fluorwasserstoff zu den stĂ€rksten SĂ€uren, den so genannten SupersĂ€uren zĂ€hlt, ist FlusssĂ€ure nur mittelstark. Fluorwasserstoff ist eine der wenigen Substanzen, die direkt mit Glas reagieren. Dementsprechend ist die Verwendung als Ătzlösung in der Glasindustrie eine Anwendung von FlusssĂ€ure. DarĂŒber hinaus ist Fluorwasserstoff das Ausgangsmaterial fĂŒr die Herstellung von Fluor und vielen anderen Fluorverbindungen.
Fluoride
Fluoride sind die Salze des Fluorwasserstoffs. Sie sind die wichtigsten und verbreitetsten Fluorsalze. In der Natur kommt vor allem das schwerlösliche Calciumfluorid CaF2 in Form des Minerals Fluorit vor. Technisch spielen auch andere Fluoride eine Rolle. Beispiele sind das unter Verwendung erwÀhnte Uranhexafluorid oder Natriumfluorid, das unter anderem als Holzschutzmittel verwendet wird und vor etwa 100 Jahren als Rattengift und Insektizid vermarktet wurde.cite-ref-40[40]
Ein in der organischen Chemie hĂ€ufig verwendetes Fluorid ist das Tetrabutylammoniumfluorid (TBAF). Da TBAF in organischen Lösungsmitteln löslich ist und das Fluoridion nicht durch Kationen beeinflusst wird (sogenanntes ânacktes Fluoridâ) wird es als Fluoridquelle in organischen Reaktionen benutzt. Eine weitere wichtige Reaktion des Tetrabutylammoniumfluorids ist die Abspaltung von Silylethern, die als Schutzgruppe fĂŒr Alkohole verwendet werden.cite-ref-41[41]
Organische Fluorverbindungen
Es existiert eine Reihe von organischen Fluorverbindungen. Eine der bekanntesten fluorhaltigen Stoffgruppen sind die Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW). Die niedermolekularen FCKW mit einem oder zwei Kohlenstoffatomen sind gasförmige Stoffe und dienten frĂŒher als KĂ€ltemittel in KĂŒhlschrĂ€nken und Treibgas fĂŒr Spraydosen. Da diese Stoffe den Ozonabbau verstĂ€rken und somit die Ozonschicht schĂ€digen, ist ihre Herstellung und Verwendung mit dem Montreal-Protokoll stark eingeschrĂ€nkt worden. Dagegen sind Fluorkohlenwasserstoffe fĂŒr die Ozonschicht ungefĂ€hrlich. Eine weitere umweltschĂ€dliche Auswirkung fluorhaltiger organischer Verbindungen ist ihre AbsorptionsfĂ€higkeit fĂŒr Infrarotstrahlung. Daher wirken sie als Treibhausgase.cite-ref-42[42]
Eine aus dem Alltag bekannte organische Fluorverbindung ist Polytetrafluorethen (PTFE), die unter dem Handelsnamen TeflonÂź als Beschichtung von Bratpfannen verwendet wird. Perfluorierte Tenside, die unter anderem bei der Herstellung von PTFE verwendet werden, und andere perfluorierte Verbindungen verfĂŒgen ĂŒber eine Ă€uĂerst stabile Kohlenstoff-Fluor-Bindung. Diese Bindung verleiht den Stoffen eine hohe chemische und thermische BestĂ€ndigkeit, was aber auch dazu fĂŒhrt, dass die Substanzen in der Umwelt persistent sind und kaum abgebaut werden.cite-ref-43[43]
Siehe auch Kategorie:Organofluorverbindung
Weitere Fluorverbindungen
Mit den anderen Halogenen bildet Fluor eine Reihe von Interhalogenverbindungen. Ein wichtiges Beispiel hierfĂŒr ist Chlortrifluorid, ein giftiges Gas, das vor allem als Fluorierungsmittel eingesetzt wird.
Fluor ist elektronegativer als Sauerstoff, weshalb die Verbindungen zwischen Fluor und Sauerstoff nicht wie die anderen Halogen-Sauerstoffverbindungen als Halogenoxide, sondern als Sauerstofffluoride bezeichnet werden.
Im Gegensatz zu den schwereren Halogenen existiert nur eine FluorsauerstoffsĂ€ure, die Hypofluorige SĂ€ure HOF. Der Grund hierfĂŒr liegt darin, dass Fluor keine Drei-Zentren-vier-Elektronen-Bindungen ausbildet.
Fluor bildet auch mit den Edelgasen Krypton, Xenon, und Argon einige Verbindungen wie Xenon(II)-fluorid. Kryptondifluorid, die einzige bekannte Kryptonverbindung, ist das stÀrkste bekannte Oxidationsmittel. Weitere Edelgasverbindungen des Fluor enthalten oft auch noch Atome anderer Elemente, wie beispielsweise das Argonhydrogenfluorid (HArF), die einzige bekannte Argonverbindung.
Literatur
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âą Ralf Steudel: Chemie der Nichtmetalle. de Gruyter, Berlin 1998, ISBN 3-11-012322-3.
Weblinks
Wiktionary: Fluor
â BedeutungserklĂ€rungen, Wortherkunft, Synonyme, Ăbersetzungen
Commons
: Fluor
â Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
âą Woher kommt das Fluor in der Zahnpasta? aus der Fernseh-Sendereihe alpha-Centauri (ca. 15 Minuten). Erstmals ausgestrahlt am 26. Nov. 2003.
âą chemie-master.de â Foto von flĂŒssigem Fluor
Einzelnachweise
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cite-note-22. Die Werte fĂŒr die Eigenschaften (Infobox) sind, wenn nicht anders angegeben, aus www.webelements.com (Fluor) entnommen.
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